18.10.2026
Microsoft 365
Robert Kaiser

Was ist eine 365-Lizenz?

Wer im Büro mit Word, Excel, Outlook oder Teams arbeitet, nutzt dafür heute fast immer eine Microsoft 365 Lizenz. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff? Viele verbinden damit noch das klassische Office-Paket mit Produktschlüssel. Tatsächlich ist eine 365-Lizenz etwas anderes: ein Nutzungsrecht im Abonnement, das Office-Anwendungen, Cloud-Dienste und Verwaltungsfunktionen bündelt.

In diesem Beitrag erklären wir, was eine Microsoft 365 Lizenz genau ist, welche Pläne es für Privatpersonen und Unternehmen gibt, wie Lizenzen zugewiesen und verwaltet werden und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Einen ausführlichen Überblick über Lizenzmodelle, Lizenzprogramme und Kosten finden Sie in unserem Beitrag Microsoft Lizenzierung: Modelle & Kosten einfach erklärt.

Microsoft 365 Lizenz

Kurz gesagt: Eine 365-Lizenz ist das Nutzungsrecht für einen Microsoft-365-Plan, das einer Person zugewiesen wird. Sie erwerben damit keine Software dauerhaft, sondern bezahlen im Abonnement für Office-Anwendungen wie Word, Excel und Outlook sowie, je nach Plan, für Cloud-Dienste wie Exchange Online, OneDrive, SharePoint und Microsoft Teams. Welche Apps und Dienste enthalten sind, bestimmt der gewählte Plan.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nutzungsrecht im Abo: Eine Microsoft 365 Lizenz wird monatlich oder jährlich bezahlt und hält Office-Anwendungen stets auf dem neuesten Stand.
  • Pro Benutzer: In Unternehmen wird jede Lizenz einem Benutzerkonto zugewiesen, nicht einem Gerät. Mit Desktop-Apps darf eine Person Office auf bis zu fünf PCs oder Macs, fünf Tablets und fünf Smartphones installieren.
  • Plan entscheidet: Business Basic, Business Standard, Business Premium, Apps for business sowie Enterprise- und Frontline-Pläne (E3, E5, F1, F3) unterscheiden sich bei Apps, Sicherheit und Verwaltung.
  • Business-Pläne bis 300 Benutzer: Für größere Organisationen sind die Enterprise-Pläne vorgesehen.
  • Zusatzlizenzen: Microsoft 365 Copilot, Telefonie oder zusätzlicher Speicher werden als Add-on lizenziert.

Definition: Was ist eine Microsoft 365 Lizenz?

Eine Microsoft 365 Lizenz ist das vertraglich eingeräumte Recht, die Apps und Dienste eines bestimmten Microsoft-365-Plans für die Dauer eines Abonnements zu nutzen. Microsoft beschreibt es so: Sie schließen ein Abonnement ab, legen fest, wie viele Lizenzen Sie benötigen, erstellen Konten für Ihre Mitarbeitenden und weisen jeder Person eine Lizenz zu. Lizenzen lassen sich später einer anderen Person neu zuweisen, etwa wenn jemand das Unternehmen verlässt.

Microsoft 365 als abonnementbasierter Dienst

Im Gegensatz zur Kaufversion (Dauerlizenz) von Microsoft Office zahlen Sie bei Microsoft 365 für die Nutzung über einen festgelegten Zeitraum. Dafür erhalten Sie laufend Funktions- und Sicherheitsupdates, Zugriff auf die neuesten Versionen der Office-Anwendungen und die zugehörigen Cloud-Services. Endet das Abonnement, endet auch das Nutzungsrecht. Technisch ist Microsoft 365 ein Software-as-a-Service-Angebot; mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Microsoft 365: SaaS oder PaaS?

Unterschied zwischen Lizenz, Benutzerkonto und Lizenzschlüssel

Es lohnt sich, die Begriffe sauber zu trennen. Die Lizenz ist das Nutzungsrecht. Das Benutzerkonto ist die Identität der Person, im Unternehmen ein Konto in Microsoft Entra ID, privat ein Microsoft-Konto. Erst wenn einem Konto eine Lizenz zugewiesen ist, kann die Person die Dienste des Plans nutzen.

Ein Lizenzschlüssel (Produktschlüssel) ist dagegen nur ein technischer Code, mit dem ein im Handel gekauftes Abonnement einem Microsoft-Konto zugeordnet wird. In Unternehmen spielt er praktisch keine Rolle: Business- und Enterprise-Lizenzen werden im Microsoft 365 Admin Center zugewiesen, ohne dass jemand einen Schlüssel eingibt.

Welche Rechte eine Microsoft 365 Lizenz einräumt

Wird einer Person eine Lizenz zugewiesen, richtet Microsoft die enthaltenen Dienste automatisch ein. Laut Microsoft wird mit Exchange Online ein Postfach angelegt, in SharePoint Online erhält die Person Bearbeitungsrechte für die Standard-Teamwebsite, und in Microsoft Teams stehen die Funktionen des Plans zur Verfügung. Enthält der Plan die Microsoft 365 Apps, darf die Person Office auf bis zu fünf PCs oder Macs, fünf Tablets und fünf Smartphones installieren und sich gleichzeitig darauf anmelden.

Office 365, Microsoft 365 und Windows 365: Woher kommen die Namen?

Lange hieß das Angebot Office 365, und viele sprechen bis heute von einer Office Lizenz oder von Microsoft Office 365. Im April 2020 hat Microsoft die Business-Pläne umbenannt: Aus Office 365 Business Essentials wurde Microsoft 365 Business Basic, aus Office 365 Business Premium wurde Microsoft 365 Business Standard, und das frühere Microsoft 365 Business heißt seitdem Microsoft 365 Business Premium. Im Enterprise-Bereich gibt es beide Namen weiterhin: Office 365 E1, E3 und E5 umfassen vor allem Office- und Cloud-Dienste, Microsoft 365 E3 und E5 enthalten zusätzlich Lizenzen für Windows Enterprise sowie Sicherheits- und Geräteverwaltungsfunktionen. Wer heute von einer „365-Lizenz“ spricht, meint meist eine dieser Microsoft-365-Lizenzen. Frühere Bestandteile haben sich ebenfalls verändert: Skype for Business Online wurde 2021 eingestellt und durch Microsoft Teams ersetzt, Yammer heißt heute Viva Engage.

Nicht zu verwechseln ist Microsoft 365 mit Windows 365. Dahinter steckt ein Cloud-PC, also ein vollständiger Windows-Desktop aus der Cloud, der eigenständig lizenziert wird.

Welche Office-Anwendungen und Dienste sind in Microsoft 365 enthalten?

Eine 365-Lizenz ist mehr als ein Office-Paket. Je nach Plan umfasst sie Anwendungen, Speicher, Kommunikation und Sicherheitsfunktionen, die zusammenarbeiten. Die 365-Pakete unterscheiden sich vor allem darin, welche dieser Bausteine enthalten sind.

Office-Anwendungen für Desktop, Web und Mobilgeräte

Kern der meisten Pläne ist die Office-Suite mit Word für Texte, Excel für Tabellen, PowerPoint für jede Präsentation, Outlook und OneNote. Je nach Plan gibt es sie als lokal installierbare Desktop-Apps für Windows und macOS, als Webanwendung im Webbrowser (früher Office Online) und als Apps für iOS und Android. Damit arbeiten Sie auf verschiedenen Geräten und Betriebssystemen mit denselben Dateien. Je nach Plan gehört auch Access für Windows-PCs dazu. Microsoft Publisher wird ab Oktober 2026 nicht mehr unterstützt und ist daher kein Auswahlkriterium mehr.

Cloudspeicher mit OneDrive

Mit OneDrive for Business erhält jede lizenzierte Person laut Microsoft in den Business-Plänen 1 TB Cloudspeicher. Dateien werden über verschiedene Geräte synchronisiert, lassen sich gezielt freigeben und gemeinsam bearbeiten. Beachten Sie: OneDrive synchronisiert Dateien, ersetzt aber keine eigenständige Datensicherung.

Zusammenarbeit mit Microsoft Teams, SharePoint und Exchange Online

Exchange Online stellt das geschäftliche E-Mail-Postfach mit Kalender und Kontakten bereit. SharePoint Online dient als Ablage für Team- und Abteilungsdaten mit Dateifreigabe, Microsoft Teams für Chat, Besprechungen und Projektarbeit. Hinzu kommen Dienste wie Microsoft Planner für Aufgaben. In vielen Plänen ist Teams enthalten; im Europäischen Wirtschaftsraum bietet Microsoft die Business-Pläne zusätzlich als Variante ohne Teams an (siehe unten).

Sicherheits-, Verwaltungs- und KI-Funktionen

Alle Business-Pläne bringen Grundfunktionen wie Multifaktor-Authentifizierung und Schutz vor Spam und Schadsoftware mit. Business Premium ergänzt Microsoft Intune für die Geräteverwaltung, Microsoft Entra ID P1 für Identitäts- und Zugriffsverwaltung sowie Microsoft Defender for Business. Microsoft Copilot Chat steht laut Microsoft in den Business-Plänen ohne Aufpreis zur Verfügung; der volle Microsoft 365 Copilot mit Zugriff auf Ihre Unternehmensdaten ist dagegen eine eigene, kostenpflichtige Zusatzlizenz. Mehr zu den Unterschieden lesen Sie in unserem Beitrag Was ist Microsoft Copilot?

FunktionsbereichKernkomponenteHauptnutzen
ProduktivitätWord, Excel, PowerPoint, OutlookErstellung von Inhalten
SpeicherungOneDrive for BusinessDateien auf allen Geräten verfügbar
KommunikationExchange Online, Microsoft Teams, SharePointVernetzte Zusammenarbeit
Sicherheit und VerwaltungMicrosoft 365 Admin Center, Entra ID, Intune (je nach Plan)Zentrale Kontrolle

Microsoft 365-Lizenzen für Privatpersonen

Für den privaten Gebrauch bietet Microsoft eigene Abonnements an, die mit einem persönlichen Microsoft-Konto genutzt werden. Für die geschäftliche Nutzung in Unternehmen sind sie nicht gedacht, weil ihnen die zentrale Verwaltung fehlt.

Microsoft 365 Single für eine Person

Microsoft 365 Single (international Personal) richtet sich an eine Person. Enthalten sind die Office-Apps für PC, Mac, Tablet und Smartphone, 1 TB Cloudspeicher und Copilot-Funktionen in den Apps.

Microsoft 365 Family und Premium für mehrere Personen

Microsoft 365 Family kann von bis zu sechs Personen genutzt werden, jede mit eigenem Konto und 1 TB Speicher. Die KI-Funktionen stehen laut Microsoft nur der Person zur Verfügung, die das Abonnement besitzt. Seit Herbst 2025 gibt es zusätzlich Microsoft 365 Premium für ebenfalls bis zu sechs Personen mit erweiterten Copilot-Funktionen.

Abgrenzung zu Microsoft Office 2024 als Einmalkauf

Neben den Abonnements verkauft Microsoft weiterhin Office als Kaufversion, aktuell Office Home 2024 und Office Home & Business 2024; für Organisationen gibt es Volumenlizenzen wie Office LTSC Standard 2024. Bei einer solchen Kauflizenz zahlen Sie einmal und nutzen die Software zeitlich unbegrenzt auf einem PC oder Mac.

Funktionsupdates und Support

Office 2024 erhält Sicherheitsupdates, aber keine neuen Funktionen. Und der Support ist befristet: Für Office 2021 endet er am 13. Oktober 2026, danach gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Bei Microsoft 365 erhalten Sie dagegen fortlaufend neue Funktionen und Sicherheitsupdates.

Cloudspeicher und Geräteanzahl

Die Kaufversion ist an ein Gerät gebunden und enthält weder 1 TB OneDrive-Speicher noch Copilot. Das Microsoft-365-Abo erlaubt die gleichzeitige Nutzung auf mehreren Geräten und bringt den Cloudspeicher mit.

Microsoft 365-Lizenzen für Unternehmen

Für Unternehmen bietet Microsoft mehrere Planfamilien an. In kleinen und mittleren Unternehmen kommen meist die Business-Pläne zum Einsatz, die laut Microsoft für bis zu 300 Benutzer ausgelegt sind. Darüber hinaus gibt es die Microsoft 365 Enterprise- und Office 365 Enterprise-Pläne, die keine Obergrenze haben.

Microsoft 365 Lizenzmodelle für Unternehmen

Microsoft 365 Business Basic für webbasierte Arbeitsplätze

Business Basic enthält Exchange Online, OneDrive, SharePoint und Teams sowie die Office-Anwendungen als Web- und Mobil-Apps. Desktop-Apps sind nicht enthalten. Der Plan eignet sich, wenn Mitarbeitende überwiegend im Browser arbeiten oder vor allem E-Mail und Teams benötigen.

Microsoft 365 Business Standard für hybride Nutzung

Microsoft 365 Business Standard umfasst alles aus Business Basic und zusätzlich die Desktop-Apps Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote für Windows und macOS. Damit können Mitarbeitende auch offline arbeiten und den vollen Funktionsumfang der Office-Anwendungen nutzen.

Microsoft 365 Business Premium mit erweiterten Schutzfunktionen

Business Premium enthält alles aus Business Standard und ergänzt Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen: Microsoft Intune für die Verwaltung von Windows-, macOS-, iOS- und Android-Geräten, Microsoft Entra ID P1 für bedingten Zugriff und Defender for Business zum Schutz der Endgeräte. Für die meisten Unternehmen ist Business Premium nach unserer Erfahrung die sinnvollste Business-Lizenz, weil sie Sicherheit und Geräteverwaltung bereits mitbringt. Was Intune leistet, erklären wir im Beitrag Was ist Microsoft Intune?

Microsoft 365 Apps for business für Office ohne vollständige Plattformdienste

Wer nur die Office-Anwendungen benötigt, kann Microsoft 365 Apps for business wählen. Enthalten sind die Desktop-Apps und OneDrive-Speicher, aber kein Exchange-Postfach, kein SharePoint und kein Teams. Für größere Organisationen gibt es das Gegenstück Microsoft 365 Apps for enterprise.

Enterprise-Pläne wie Microsoft 365 E3 und E5

Microsoft 365 E3 und E5 richten sich an Organisationen mit mehr als 300 Benutzern oder besonderen Anforderungen an Compliance und Sicherheit. Sie enthalten neben den Office-Anwendungen und Cloud-Diensten Lizenzen für Windows 11 Enterprise, umfangreiche Werkzeuge für Datenschutz, Informationsschutz und Compliance sowie, in E5, erweiterte Sicherheitsfunktionen und Analysen. Office 365 E1, E3 und E5 sind die schlankeren Varianten ohne Windows- und Geräteverwaltungslizenzen.

Frontline-Pläne F1 und F3

Für Mitarbeitende ohne festen Schreibtischarbeitsplatz, etwa in Produktion, Pflege oder Handel, bietet Microsoft die Frontline-Pläne F1 und F3. F1 deckt vor allem Kommunikation und Zusammenarbeit ab, F3 ergänzt Office-Anwendungen für Web und Mobilgeräte sowie weitere Produktivitätsfunktionen. Desktop-Apps sind in den Frontline-Plänen nicht enthalten.

Varianten mit und ohne Microsoft Teams

Nach einem Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission bietet Microsoft seine Suiten im Europäischen Wirtschaftsraum sowohl mit als auch ohne Teams an, zum Beispiel Microsoft 365 Business Premium EEA (ohne Teams). Teams lässt sich dann separat lizenzieren, für kleinere Unternehmen etwa mit Microsoft Teams Essentials. Seit dem 1. November 2025 gelten dafür die Zusagen, die Microsoft gegenüber der EU-Kommission gemacht hat, einschließlich fester Preisabstände zwischen den Varianten. Prüfen Sie beim Kauf daher genau, welche Variante Sie erhalten, damit Teams nicht unbeabsichtigt fehlt oder doppelt lizenziert wird.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen den Lizenztypen

Die Pläne unterscheiden sich vor allem in vier Punkten: Art der Office-Apps, Anzahl der Benutzer, Sicherheitsfunktionen und Verwaltung.

Desktop-Apps, Web-Apps und mobile Anwendungen im Vergleich

Business Basic und die Frontline-Pläne enthalten nur die Web- und Mobil-Versionen der Office-Anwendungen. Business Standard, Business Premium, Apps for business sowie E3 und E5 enthalten zusätzlich die Desktop-Apps. Die Desktop-Apps sind sinnvoll, wenn Sie offline arbeiten oder Funktionen benötigen, die im Webbrowser fehlen, etwa komplexe Excel-Makros.

Benutzer-, Geräte- und Speichergrenzen

Alle Business-Pläne zusammen sind auf 300 Benutzer je Organisation begrenzt. Enterprise- und Frontline-Pläne haben keine Obergrenze. Mit Desktop-Apps darf jede lizenzierte Person Office auf bis zu fünf PCs oder Macs, fünf Tablets und fünf Smartphones nutzen. Beim Speicher erhalten Business-Benutzer laut Microsoft 1 TB OneDrive; Postfachgrößen und Archivspeicher unterscheiden sich je nach Plan.

Sicherheits- und Compliance-Funktionen

Während Business Basic und Business Standard grundlegende Schutzmechanismen bieten, enthalten Business Premium, E3 und E5 erweiterte Funktionen wie bedingten Zugriff, Geräteverwaltung, Schutz vor Phishing und Informationsschutz. Diese Funktionen helfen Ihnen, sensible Unternehmensdaten zu schützen und Anforderungen aus Datenschutz und Regulierung umzusetzen. Wie Microsoft Daten schützt und was Sie selbst tun müssen, lesen Sie im Beitrag Sind meine Daten bei Microsoft sicher?

PlanOffice-AppsE-Mail, Teams, SharePointSicherheit und VerwaltungBenutzer
Business BasicWeb und mobilJaGrundschutzbis 300
Business StandardDesktop, Web und mobilJaGrundschutzbis 300
Business PremiumDesktop, Web und mobilJaIntune, Entra ID P1, Defender for Businessbis 300
Apps for businessDesktop, Web und mobilNein (nur OneDrive)Grundschutzbis 300
Microsoft 365 E3/E5Desktop, Web und mobilJaUmfangreich, inkl. Windows Enterpriseunbegrenzt
Microsoft 365 F1/F3F3: Web und mobilJa (eingeschränkt)Je nach Planunbegrenzt

Microsoft 365 Lizenz Preise und Abrechnungsmodelle

Die Kosten einer Microsoft 365 Lizenz hängen vom Plan, der Anzahl der Benutzer und der Laufzeit ab. Da Microsoft Preise regelmäßig anpasst und es Unterschiede zwischen Varianten mit und ohne Teams gibt, nennen wir hier bewusst keine Beträge. Aktuelle Listenpreise finden Sie auf den Produktseiten von Microsoft; eine Einordnung der Lizenzmodelle und Kostenfaktoren bietet unser Beitrag zur Microsoft Lizenzierung.

Monatliche und jährliche Abrechnung

Bei Business-Plänen wählen Sie in der Regel zwischen monatlicher Laufzeit und Jahresverpflichtung, bei der Jahresverpflichtung mit monatlicher oder jährlicher Zahlung. Eine Jahresverpflichtung ist günstiger, die Lizenzanzahl kann während der Laufzeit aber meist nur erhöht und nicht reduziert werden. Monatliche Laufzeiten sind flexibler und kosten mehr.

Preisfaktoren: Tarif, Nutzerzahl, Laufzeit und Mehrwertsteuer

Neben Plan und Laufzeit beeinflussen die Anzahl der Benutzer und eventuelle Zusatzlizenzen die Gesamtkosten. Achten Sie darauf, ob Preise netto oder brutto angegeben sind: Angebote für Unternehmen werden meist ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen.

Zusatzkosten für Speicher, Telefonie, Copilot und Sicherheitslösungen

Manche Funktionen sind nicht im Basispaket enthalten. Microsoft 365 Copilot wird als Add-on pro Benutzer lizenziert, für kleine und mittlere Unternehmen als Microsoft 365 Copilot Business. Weitere typische Zusatzlizenzen sind Teams Phone für die Telefonie, zusätzlicher Speicher oder Sicherheits- und Compliance-Erweiterungen. Gemeinnützige Organisationen erhalten bei Microsoft vergünstigte Angebote; mehr dazu im Beitrag Microsoft 365 Nonprofit: Ist es kostenlos?

Microsoft 365 Lizenz kaufen: Seriöse Bezugsquellen erkennen

Wenn Sie eine Microsoft 365 Lizenz kaufen, sollten Sie auf eine seriöse Bezugsquelle achten, um Probleme bei Aktivierung und Nutzung zu vermeiden.

Direkter Kauf bei Microsoft

Business-Pläne können Sie direkt im Microsoft 365 Admin Center oder auf der Microsoft-Website kaufen. Private Abonnements gibt es im Microsoft Store und im Handel.

Autorisierte Microsoft-Partner (Cloud Solution Provider)

Viele Unternehmen beziehen ihre Lizenzen über einen Microsoft-Partner im Programm Cloud Solution Provider (CSP). Der Partner stellt die Lizenzen bereit, rechnet sie ab und unterstützt bei Auswahl, Einrichtung und Verwaltung. Auch wir als Wolkenwerft beraten Sie bei der Wahl des passenden Plans.

Risiken bei ungewöhnlich billigen Angeboten

Im Internet finden sich Office-Lizenzen und angebliche Microsoft-365-Abos zu Preisen weit unter dem Listenpreis. Beachten Sie: Ein 365-Abonnement ist ein zeitlich befristetes Nutzungsrecht, keine Dauerlizenz mit übertragbaren Nutzungsrechten. Der Handel mit gebrauchter Software betrifft allenfalls Kaufversionen wie Office 2021 oder Office 2024, nicht Abonnements. Bei anonym verkauften Schlüsseln oder Zugängen zu fremden Konten riskieren Sie, dass der Zugang gesperrt wird und Sie keinen Anspruch auf Support haben.

MerkmalMicrosoft oder autorisierter PartnerDubioser Billig-Anbieter
RechtssicherheitHochGering
SupportInklusiveMeist nicht vorhanden
LizenzstatusNachweisbar gültigOft fragwürdig

Diese Angaben sollten auf Rechnung und Lizenzangebot stehen

Ein seriöses Angebot und die Rechnung sollten mindestens diese Angaben enthalten:

  • Vertragspartner: vollständige Anschrift von Verkäufer und Käufer.
  • Produkt: eindeutige Bezeichnung des Plans, etwa Microsoft 365 Business Standard oder die EEA-Variante ohne Teams.
  • Menge und Laufzeit: Anzahl der Lizenzen, Laufzeit und Abrechnungsintervall.
  • Steuer: ausgewiesene Umsatzsteuer.

Microsoft 365 Lizenz aktivieren und zuweisen

Wie Sie eine Lizenz in Betrieb nehmen, hängt davon ab, ob es sich um ein privates oder ein geschäftliches Abonnement handelt.

Aktivierung einer Single- oder Family-Lizenz mit einem Microsoft-Konto

Private Abonnements werden mit einem Microsoft-Konto verknüpft. Haben Sie eine Produktkarte mit 25-stelligem Produktschlüssel gekauft, lösen Sie diesen auf der Einrichtungsseite von Microsoft ein. Danach ist das Abonnement im Konto hinterlegt, und Sie können die Office-Apps installieren. Bei Microsoft 365 Family laden Sie anschließend bis zu fünf weitere Personen ein.

Microsoft 365 Lizenz aktivieren und zuweisen

Geschäftliche Lizenzzuweisung im Microsoft 365 Admin Center

Im Unternehmen weisen Administratoren die gekauften Lizenzen im Microsoft 365 Admin Center unter „Abrechnung“ und „Lizenzen“ oder direkt bei den aktiven Benutzern zu. Alternativ lassen sich Lizenzen gruppenbasiert über Microsoft Entra ID zuweisen: Wer Mitglied einer Gruppe ist, erhält automatisch die passende Lizenz.

Einrichtung von Benutzerkonten, Domänen und Sicherheitsoptionen

Vor dem Start sollten Sie Ihre eigene Domäne hinzufügen, die Benutzerkonten anlegen und Sicherheitsoptionen wie die Multifaktor-Authentifizierung aktivieren. So treten Sie mit Ihrer eigenen E-Mail-Adresse auf und schützen die Konten von Anfang an.

Geräte anmelden und Office-Anwendungen installieren

Nach der Zuweisung installieren die Benutzer die Office-Anwendungen über das Microsoft-365-Portal oder werden mit Intune automatisch versorgt. Die Lizenz bleibt an die Person gebunden, nicht an ein einzelnes Gerät. Größere Umstellungen begleitet Microsoft bei berechtigten Kunden zudem mit dem Programm Microsoft FastTrack.

Was bei einer fehlgeschlagenen Aktivierung zu prüfen ist

Erscheint in den Office-Apps der Hinweis „Nicht lizenziertes Produkt“, prüfen Sie zuerst, ob dem Konto im Admin Center eine passende Lizenz zugewiesen ist und ob die Person mit dem richtigen Konto angemeldet ist. Hilft das nicht, melden Sie sich in der App ab und wieder an oder nutzen Sie die Support-Tools von Microsoft.

Welche 365-Lizenz habe ich?

Privatnutzer sehen ihr Abonnement auf der Kontoseite ihres Microsoft-Kontos unter „Abonnements“. In Unternehmen finden Administratoren alle gekauften Microsoft-365-Lizenzen im Admin Center unter „Abrechnung“ und „Ihre Produkte“. Benutzer sehen ihre zugewiesenen Lizenzen in ihrem Kontoportal unter „Abonnements“.

Microsoft 365 Lizenzverwaltung im Unternehmen

Je größer Ihr Unternehmen wird, desto wichtiger ist es, die 365-Abonnements und Lizenzen strukturiert zu verwalten. Eine saubere Lizenzverwaltung sorgt dafür, dass alle Benutzer die richtigen Lizenzen haben und keine Lizenzen ungenutzt bezahlt werden.

Benutzer, Gruppen und Lizenzen zentral verwalten

Das Microsoft 365 Admin Center ist die zentrale Stelle für Abonnements, Lizenzen und Benutzer. Microsoft Entra ID verwaltet die Identitäten und ermöglicht die gruppenbasierte Lizenzzuweisung. Neue Mitarbeitende erhalten so automatisch die benötigten Lizenzen, sobald sie der passenden Gruppe zugeordnet werden.

Lizenzbestand und ungenutzte Lizenzen überwachen

Prüfen Sie regelmäßig, welche Lizenzen zugewiesen und tatsächlich genutzt werden. Lizenzen ausgeschiedener Mitarbeitender sollten zeitnah entzogen und neu verwendet werden. Die Nutzungsberichte im Admin Center helfen dabei.

Datenschutz und Zugriffsschutz berücksichtigen

Achten Sie darauf, dass alle Konten mit Multifaktor-Authentifizierung geschützt sind und Administratorrechte nur dort vergeben werden, wo sie nötig sind. Wo Microsoft Ihre Daten speichert und verarbeitet, regelt für europäische Kunden unter anderem die EU-Datengrenze (EU Data Boundary).

Microsoft 365 Lizenzverlängerung, Änderungen und Kündigung

Automatische Verlängerung kontrollieren

Abonnements verlängern sich in der Regel automatisch. Prüfen Sie im Admin Center rechtzeitig vor dem Verlängerungsdatum, ob Plan und Anzahl der Lizenzen noch passen und die Zahlungsdaten aktuell sind.

Tarifwechsel, zusätzliche Nutzer und Mengenanpassungen

Zusätzliche Lizenzen können Sie jederzeit hinzukaufen, und der Wechsel in einen höheren Plan, etwa von Business Standard zu Business Premium, ist während der Laufzeit möglich. Eine Reduzierung ist bei Jahresverträgen meist erst zur Verlängerung möglich.

Folgen eines abgelaufenen Abonnements für Dateien und Anwendungen

Läuft ein Business-Abonnement ab, durchläuft es laut Microsoft mehrere Phasen. In den ersten 30 Tagen (Status „Abgelaufen“) arbeiten Benutzer normal weiter, und Sie können das Abonnement reaktivieren. Danach folgen 90 Tage im Status „Deaktiviert“: Die Office-Anwendungen wechseln in den Modus mit eingeschränkter Funktionalität, und nur noch Administratoren haben Zugriff auf die Daten. Anschließend werden die Daten gelöscht und lassen sich auch mit einem neuen Abonnement nicht wiederherstellen.

Ordnungsgemäße Kündigung und Datenexport

Wenn Sie kündigen, sichern Sie vorher alle relevanten Daten aus Exchange Online, OneDrive, SharePoint und Teams. Planen Sie den Datenexport so, dass er sicher vor dem Ende der Deaktivierungsphase abgeschlossen ist.

Die passende Microsoft 365 Lizenz auswählen

Die richtige Lizenz ergibt sich aus Ihren Anwendungsfällen und Anforderungen, nicht aus dem günstigsten Preis. Oft reicht für viele Mitarbeitende eine Standard-Lizenz, während einzelne Rollen mehr benötigen.

Nutzungsprofil und benötigte Anwendungen ermitteln

Klären Sie zuerst, wer die Desktop-Apps wirklich braucht und wem Web- und Mobil-Apps genügen. Ein Mix ist möglich: Sie können verschiedene Business-Pläne in einer Organisation kombinieren.

Sicherheits- und Compliance-Anforderungen bewerten

Verarbeiten Sie sensible Kundendaten oder sollen Firmengeräte zentral verwaltet werden, ist Business Premium meist die bessere Wahl. Ein günstiger Plan kann teuer werden, wenn Sie Sicherheitsfunktionen später einzeln nachkaufen müssen.

Entscheidung anhand konkreter Szenarien

SzenarioFokusEmpfohlene LizenzklasseHauptvorteil
PrivatnutzerProduktivitätMicrosoft 365 Single/FamilyOffice und Speicher für die Familie
Kleines Team im BrowserE-Mail und ZusammenarbeitBusiness BasicGeringe Kosten
Kleines und mittleres UnternehmenZusammenarbeit und SicherheitBusiness Standard oder Business PremiumDesktop-Apps, Geräteverwaltung
GroßunternehmenCompliance und SicherheitMicrosoft 365 E3/E5Umfassender Schutz, keine Benutzergrenze

Fazit

Eine 365-Lizenz ist das Nutzungsrecht für einen Microsoft-365-Plan, das einer Person zugewiesen wird und im Abonnement läuft. Sie umfasst je nach Plan Office-Anwendungen, Cloudspeicher, E-Mail, Teams und Sicherheitsfunktionen. Entscheidend ist, den Plan passend zu Ihren Anforderungen zu wählen, die Variante mit oder ohne Teams zu beachten und die Lizenzen sauber zu verwalten.

Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl, beim Kauf über den CSP-Weg und bei der Verwaltung Ihrer Lizenzen. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur passenden Microsoft 365 Lizenz haben.

Beides: Sie schließen ein Abonnement ab und erhalten damit eine bestimmte Anzahl von Lizenzen. Jede Lizenz ist das Nutzungsrecht für eine Person und wird ihrem Benutzerkonto zugewiesen. Endet das Abonnement, endet auch das Nutzungsrecht.

Der Preis hängt vom Plan, der Laufzeit, der Anzahl der Benutzer und der Variante mit oder ohne Teams ab. Jahresverpflichtungen sind günstiger als monatlich kündbare Laufzeiten, Zusatzlizenzen wie Microsoft 365 Copilot kommen hinzu. Aktuelle Listenpreise finden Sie auf den Produktseiten von Microsoft; gern erstellen wir Ihnen ein Angebot.

Privatnutzer sehen ihr Abonnement auf der Kontoseite ihres Microsoft-Kontos unter „Abonnements“. In Unternehmen finden Administratoren alle Lizenzen im Microsoft 365 Admin Center unter „Abrechnung“ und „Ihre Produkte“. Benutzer sehen ihre zugewiesenen Lizenzen in ihrem Kontoportal.

Enthält Ihr Plan die Desktop-Apps, darf jede lizenzierte Person Office auf bis zu fünf PCs oder Macs, fünf Tablets und fünf Smartphones installieren und sich gleichzeitig anmelden. Das gilt laut Microsoft unter anderem für Business Standard, Business Premium, Apps for business sowie E3 und E5.

Office 365 war der frühere Name des Abonnements. Seit April 2020 heißen die Business-Pläne Microsoft 365. Im Enterprise-Bereich gibt es beide Namen: Office 365 E1, E3 und E5 umfassen Office- und Cloud-Dienste, Microsoft 365 E3 und E5 zusätzlich Windows Enterprise sowie Sicherheits- und Geräteverwaltung.

Microsoft Copilot Chat steht in den Business-Plänen ohne Aufpreis zur Verfügung. Der volle Microsoft 365 Copilot, der mit Ihren E-Mails, Dateien und Besprechungen arbeitet, ist eine kostenpflichtige Zusatzlizenz pro Benutzer, für kleine und mittlere Unternehmen als Microsoft 365 Copilot Business.

Die Web-Versionen von Word, Excel und PowerPoint können Sie mit einem kostenlosen Microsoft-Konto nutzen, allerdings ohne die geschäftlichen Dienste eines Business-Plans. Gemeinnützige Organisationen sowie Schulen und Hochschulen erhalten bei Microsoft vergünstigte oder kostenlose Angebote. Für Unternehmen ist eine kostenpflichtige Lizenz erforderlich.

Ein Business-Abonnement bleibt nach Ablauf zunächst 30 Tage voll nutzbar und kann reaktiviert werden. Danach folgen 90 Tage im Status „Deaktiviert“, in denen nur Administratoren auf die Daten zugreifen können und die Office-Apps eingeschränkt laufen. Anschließend werden die Daten gelöscht, sichern Sie sie daher rechtzeitig.

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